Geschrieben von Alex in der Rubrik „Tagebuch von Alex”
Irgendwie sollen Beispiel helfen, um etwas zu verstehen, dass kompliziert ist. Wenn es darum geht ob eine Person einen Menschen glücklich machen kann durch den unheimlich Zauber der Liebe, dann bleibt nur noch ein Bild übrig: die Sonne. Es gibt sie einmal, aber sie reicht aus um uns alle am Leben zu halten und sie wird uns oder nicht wirklich uns, aber die nach uns kommen irgendwann zerstören. Außer wir wehren uns dagegen.
Je mehr Menschen um mich herum Beziehungen haben und sie beenden und wieder anfangen, desto mehr beschäftigt mich dieses Thema. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ein Mensch eben nicht ausreicht. Uneigentlich kann ein Mensch doch ausreichen. Und ich sage das nur, weil ich Angst habe mich auf irgendwas festzulegen. Bloß kein Prinzip, dass mich unglücklich machen könnte.
Prinzipien sind für Faule. Sie helfen einem durch das Leben zu gehen ohne großartig nachzudenken. “Prinzipiell mache ich das immer so…”
Aber ist solch eine Regel fürs Leben nicht von Anfang an die Tür zu einem Regelbruch? Wollen wir nicht immer das Kind sein, dass etwas tut, was die Eltern einem nie erlaubt hätten? Müssen wir nicht sogar Regeln brechen um vorwärts zu kommen?
Ich habe einige Menschen kennengelernt, die ganz viele Regeln für sich aufgestellt hatte und sehr reif wirkten. Irgendwann funktionierten sie einfach nicht mehr. Und dann? Ja dann beginnt das große Hinterfragen, das Unglück und die Unsicherheit.
Nur auf die Beziehung herunter gebrochen: Es ist der/die Eine! - und am Ende doch nicht. Die riesen Lücke im Leben schreit nach Befüllung und viele fragen sich einfach nur mit was?
Ich hör sie schon wieder, die Stimmen, die davon reden, dass nur ein Mensch geliebt werden kann. Aber mehrere gleichzeitig geht nicht.
Es geht! Aber es bringt nichts, wenn man der einzige ist, der es weiß.
Gute Nacht