Geschrieben von Alex in der Rubrik „Netzreport”
Die Netzeitung interviewte Oliver Lück, der zwei Jahre lang für das Fußballmagazin RUND zum Thema Homosexualität in der Bundesliga recherchiert hatte. Am 22. November veröffentlicht RUND den Artikel. Im Interview geht Lück auf Probleme ein, die bereits bekannt sind, aber auch schwule Bundesligaspieler, die mit Lück gesprochen hatten. Namen werden natürlich nicht genannt, denn ein Outing würde zurzeit keiner überstehen. Und auch bei Fußballspielerinnen ist ein Outing nicht so einfach. “Sich in der Öffentlichkeit zu outen, würden diese Spielerinnen allerdings auch nicht wagen, da sie dann über Jahre vermutlich als die Vorzeigelesbe herhalten müssten.”, so Lück.
Das vollständige Interview mit Oliver Lück von RUND befindet sich hier
Dazu gibt es noch weitere Informationen online bei RUND
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bisherige Kommentare:
Maxima schrieb am Montag, dem 20. 11. 2006:
Für mich zählt bei einem Sportler nicht die sexuelle Orientierung, sondern die Leistung, die er bringt. Was er zu Hause im Bett macht, ist seine Sache. Natürlich ist es nicht korrekt, dass Schwule wegen ihrer Orientierung diskriminiert werden, aber das Privatleben gehört generell nicht ins Stadion, den Arbeitsplatz der Spieler. Wir ( ich zumindest) trete mein Privatleben nämlich auch nicht auf der Arbeit breit und über das von meinen Kollegen will ich auch nicht Bescheid wissen. Das nur so am Rande.
Jonathan schrieb am Dienstag, dem 21. 11. 2006:
Maxima, Deine Naivität ist rührend, sie verstellt Dir aber leider die Sicht auf die Dinge.
Grundsätzlich, bevor ich inhaltlich loslege: Leute, bitte vergesst Satzkonstruktionen der Sorte: “Es ist nicht korrekt, ABER …”, das sind i.d.R. Totgeburten. Es ist nicht korrekt PUNKT Und man muss etwas dagegen tun, denn:
Es geht darum das ein Fussballer seinen Kollegen, von denen vielleicht auch einige seine Freunde sind, erzählen können darf, dass er einen gleichgeschlechtlichen Partner hat, ohne danach von seinem Team gemobbt zu werden, vom Teamchef verachtet und früher oder später gefeuert zu werden oder von der Meute nach einem missglückten Spiel totgeprügelt zu werden. Ein Stadion ist ausserdem kein Hort der Vernuftbegabten, für die nur Leistung und die ästhetische Qualität eines Spiels zählt. Wer sich outet oder geoutet wird, ist ab dem Tag “Die Schwuchtel” auf dem Platz und wird genau das von hunderten Kehlen entgegengebrüllt bekommen.
Wenn der einzige Spieler, ein Brite, der es bisher gewagt hatte sich zu outen, inzwischen tot ist, weil er Hand an sich gelegt hat, kann man nicht behaupten, dass alles in bester Ordnung ist, solange man nur schön Privates und Berufliches trennt.
Es geht hier also nicht um Klatsch und Tratsch unter Fussballern, wer mit wem in der Kiste war, sondern um einen unhaltbaren Zustand, nämlich der, dass Menschen nach einem willkürlichen Kriterium, dass für sich genommen nichts aussagt, abgewertet, überhaupt be-wertet werden. Der Zustand den es zu erreichen gilt ist, ist nicht mehr zu unterscheiden (lat.: discriminare), weil es keinen wesentlichen Unterschied gibt!
Dirk schrieb am Freitag, dem 24. 11. 2006:
Stimme weitgehenst Jonathan zu. Was die Rund-Beiträge bis jetzt, Freitag, angeht: alte Kamellen. Die verbraten tatsächlich einen zwei Jahre alten Artikel, der bereits veröffentlicht war, als neu..oder verstehe ich da was falsch? Ich würde sagen: Foulspiel.