Geschrieben von SeiDu.Redaktion in der Rubrik „Augenblick, Netzreport”
Warum soviel schreiben, wenn es andere schon getan haben? Eine kleine Rundschau aus dem Internet.
Storche sind keine Elstern, aber Eier klauen sie trotzdem. Zumindest wenn es sich um schwule Storche handelt, die trotzdem brĂŒten und aufziehen wollen. Lesbische Storche gibt es natĂŒrlich auch; die lassen sich fremd besamen. So ist es zumindest in den Niederlanden zu beobachten und bei SPIEGEL und Queer nachzulesen.
Sich an einer Schule zu outen, ist mutig. Sich in einer chaotischen Klasse als Neuling zu outen, indem man die Liebe zu einem Klassenkameraden gesteht, ist ein Fehler. Zumindest sehen das Betreuer, Lehrer und SchĂŒler so an der Berliner Pommernschule, die bei der Dokusoap S.O.S. Schule von ZDF unter Beobachtung stand.
Selbst der 1. FC Köln-Fan denkt bei “Fans vom anderen Ufer” eher an die von Bayer Leverkusen. In Wien sind damit schwul-lesbische FuĂballfans gemeint, die sich zeigen wollen. Zumindest ist das ein Ziel von Marco Schreuder, ein GrĂŒnder aus dem Gemeinderat von Wien. Ziel ist es, die Homophobie im FuĂball zurĂŒck zu drĂ€ngen und zwar rechtzeitig zur Europameisterschaft 2008. In Deutschland gibt es mittlerweile schon ein paar schwul-lesbische FuĂballfanclubs und zur Weltmeisterschaft die passende Aktion.
Manche machen sich ĂŒber den Republikaner und Vize-PrĂ€sident der USA Dick Cheney lustig, weil er eine lesbische Tochter hat und in einer Partei ist, die Homo-Ehen grundsĂ€tzlich ablehnt. Vielleicht machen sich auch welche lustig ĂŒber ihn, weil er bei einem Jagdunfall fast einen Freund erschossen hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Seine Tochter Mary Cheney ist jetzt dran, nĂ€mlich mit ihrem Buch “Now it’s my turn”. Und in den zahlreichen Interviews verteidigt sie ihren Vater und seine Politik, auch wenn diese Politik ihrem eigenen Leben Steine in den Weg legt. Dennoch, ihr Coming-out verlief makellos. “Du bist meine Tochter, und ich liebe dich, und ich möchte nur, dass du glĂŒcklich bist”, bekam sie zu hören., wie man bei jetzt.de nachlesen kann.
Lediglich 1,4 Prozent der MĂ€dchen und 1,7 Prozent der Jungen gaben bei einer Umfrage von der UniversitĂ€t Lausanne in der Schweiz an, vorwiegend homosexuell oder bisexuell veranlagt zu sein. Entweder tickt die Schweiz anders oder HomosexualitĂ€t ist dort ein gröĂeres Tabu als in anderen westeuropĂ€ischen LĂ€ndern. Ivo Colombo aus dem Schweizer Kanton Aargau beschĂ€ftigt sich schon lĂ€nger mit diesem Thema. Wir berichteten bereits vor lĂ€ngerer Zeit ĂŒber ihn und seine PR-Aktion “Hallo Welt”. Das Projekt ist nicht eingeschlafen, sondern wurde gröĂer und nahm am Schweizer “Jugend forscht”-Wettbewerb teil. Die Schweizer Stiftung “Schweizer Jugend forscht” verlieh ihm das PrĂ€dikat “Sehr gut”. Bei AZonline.ch nachzulesen.
Die Frauen durften schon etwas lĂ€nger bei Sexspielchen von schwulen MĂ€nnern bei “Queer as Folk” zuschauen. Jetzt dĂŒrfen endlich die MĂ€nner zuschauen, wie es lesbische Frauen so treiben. So ungefĂ€hr muss man sich die Welt des/der Redakteurs/Redakteurin der Boulevard-Zeitung B.Z. vorstellen, die sich fragt, ob man seinen Mann die Lesben-Serie “The L-Word” gucken lassen kann. ProSieben kann diese Art der PR mittlerweile nur recht sein. “The L-word” startet am 30. Mai um 22.15 Uhr auf ProSieben.
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