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Der Rosarote Panther: Klasse Remake mit Steve Martin

Geschrieben von Henning in der Rubrik „Wunder Bar

Chief-Inspector Dreyfous beschreibt den Provinzpolizisten Clouseau mit vier Worten: „Er ist der Dorftrottel.“ Sein Auftreten ist in der Tat unorthodox und oftmals verwirrend. Und trotzdem soll er den Mord am französischen Nationaltrainer aufklĂ€ren und den wertvollen Diamanten, den Rosaroten Panther, wiederbeschaffen.

Dieser Fall hat es wirklich in sich. Frankreichs Nationalheld, der Trainer Yves Gluant fĂŒhrt die Equipe Tricolore zum Sieg ĂŒber China. Inmitten begeisterter Fans wird Gluant mit einem Giftpfeil niedergestreckt. Nicht nur der Mord schockiert die Öffentlichkeit, auch der wertvolle Diamantring, der rosarote Panther ist verschwunden.

Chief-Inspector Dreyfus (Kevin Kline) muss im Stadion hilflos mit ansehen, was geschieht. Der Karriere-fixierte Gendarme möchte in diesem Jahr endlich die Ehrenmedaille fĂŒr seine Polizeiarbeit zuerkannt bekommen, fĂŒr die er immerhin schon sechs Mal nominiert war. KlĂ€rt er den Mord an Gluant auf, steht seiner Auszeichnung nichts mehr im Weg. Dreyfus darf sich bei den Ermittlungen also keinen Fehler leisten, zumindest keinen, den man ihm anlasten könnte. Deshalb setzt er den unermĂŒdlichen Inspektor Clouseau (Steve Martin) zusammen mit seinem Partner Ponton (Jean Reno) auf den Fall an.

Wer hat den rosaroten Panther gestohlen?

Beide machen sich auf die Suche nach dem TĂ€ter. Jeder noch so kleinen Spur gehen sie nach. Schließlich mĂŒssen sie erst von Paris nach New York fliegen, um dort wichtige Hinweise auf den Mörder zu finden. Offenbar scheint auch Gluants Freundin, der internationale Popstar Xania (BeyoncĂ© Knowles), etwas mit der Ermordung zu tun zu haben. Doch im entscheidenden Moment will Chief-Inspector Dreyfus den Fall an sich reißen und den vermeintlichen TĂ€ter der französischen Nation prĂ€sentieren.

Mit „Der rosarote Panther“ ist Shawn Levi ein rasanter und urkomischer Film gelungen. Die 95 Minuten sind voll von tollen Gags und witzigen Szenen. Alles ist unterlegt mit einem flotten Soundtrack. Steve Martin spielt Insepktor Clouseau einfach hinreißend. FĂŒr die Rolle hat er sich sogar extra einen französischen Akzent antrainiert, was natĂŒrlich auch zum heiteren Film beitrĂ€gt. Deswegen ist die englische Originalversion besonders zu empfehlen. Die Nebenrollen sind mit Kevin Kline und Jean Reno perfekt besetzt.

Da BeyoncĂ© im Film mitspielt, wird natĂŒrlich auch gesungen. Diese effektive Product-Placement-Form lĂ€sst sich der erfolgreiche Solostar natĂŒrlich nicht entgehen und prĂ€sentiert ihren Hit „A Woman Like Me“.

Seitenhiebe auf die französisch-amerikanische Freundschaft

Die Komödie spart auch nicht mit Seitenhieben auf die bizarre Freundschaft zwischen Frankreich und den USA. So bekommt Clouseau in New York ziemliche Probleme mit der Polizei, weil ihn aufgrund seines französischen Genuschels keiner so recht versteht. Die beste Szene des Films nimmt sich dem SelbstverstĂ€ndnis der Grande Nation an. Clouseau soll fĂŒr den US-Trip bei einer Sprachlehrerin Englisch lernen. Doch Franzosen haben ja noch nie besonders gerne Englisch gesprochen, geschweige denn gelernt. Da stĂ¶ĂŸt Clouseau statt „I like to have a Hamburger“ immer nur „Dam-burger“ heraus. Also einen mehr als dummen Burger. Bei GetrĂ€nken ist er noch tollpatschiger: Mit seinem Flaming Mojito fackelt er gleich das Badezimmer eines Luxushotels ab.

Blake Edwards Original von 1963 ist nach wie vor der klassische „Pink Panther“. Die neuste Version hat aber auch gar nicht den Anspruch, den Streifen mit David Niven und Peter Sellers zu ĂŒbertrumpfen. Regisseur Levi hat einen wirklich unterhaltsamen Film gemacht, der vor allem durch Steve Martin und die nette Story seinen ganz eigenen Witz gewinnt. Absolut empfehlenswert!

OT: The Pink Panther, USA 2005, Regie: Shawn Levy, Darsteller: Steve Martin, Kevin Kline, Jean Reno, Beyoncé Knowles, Emily Mortimer, LÀnge: 95 Min, FSK: ab 6 Jahren, Kinostart: 09.03.2006

Hier geht es zur aktuellen Webseite des Films.


Icon fürs Schreibdatum Dienstag, 7. 3. 2006
 

Ein Kommentar:

stefan schrieb am Dienstag, dem 28. 3. 2006:

So, habe es endlich geschafft, mal diesen Film zu sehen. Es ist das eingetreten, was ich befĂŒrchtet habe - ich fand den Film sehr lustig, was die anderen Zuschauer wohl nicht mehr lustig fanden.
Jedenfalls kann ich den Film empfehlen. Wer es nicht mehr schafft, ihn im Kino zu sehen, sollte ihn sich spÀter auf DVD anschauen.

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